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Fatwas / Rituelle Reinheit (Waschung) / Quranlesung einer Person im Zustand der großen Unreinheit

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Frage

As-Salamu aleykum wa rahmatullahi wa barakatuh ehrenwerter Sheikh, ist es erlaubt, den Quran im Zustand der großen Unreinheit ohne Wudu zu lesen? Hat man eine Sünde begangen, wenn man dies tut? Ist es beim Lobpreisen Allahs(Tasbeh) notwendig die Stimme leicht wahrnehmbar zu erheben, oder kann man Allah auch in Gedanken lobpreisen, ohne den Mund dabei zu öffnen? Oder haben beide eine unterschiedliche Stufe an Lohn? قراءة القرآن للجنب

Antworten

Alles Lob gebührt Allah, und Segen und Frieden seinen auf unserem

Propheten Mohammed, so wie auf seiner Familie und all seinen

Gefährten.

Antwortend auf deine Frage, sagen wir zunächst: Durch Allah kommt der Erfolg.

Wa aleykum as-Salam wa rahmatullahi wa barakatuh,

Die Mehrheit der Gelehrten, von den Gefährten des Propheten -Frieden und Segen auf ihm-, als auch der beiden Generation danach, seien sie Hadith- oder Rechtsgelehrte, sind alle der Meinung, dass es für die Person im Zustand der großen rituellen Unreinheit nicht erlaubt ist den Quran zu lesen. Zu dieser Meinung gibt es verschiedene Beweise. Der deutlichste davon ist die Überlieferung von Shuba überAmr Ibn Murra überAbdullah Ibn Salama über Ali -möge Allah mit ihm zufrieden sein-, dass dieser sagte: „Gewiss, der Gesandte Allahs -Frieden und Segen auf ihm- pflegte es, als er den Ort der Notdurft verließ, uns den Quran zu lehren und mit uns Fleisch zu essen. Und nichts hielt ihn vom Quran zurück außer der Zustand der großen Unreinheit.“

Der Hadith ist in Bezug auf den Überlieferer Abdullah Ibn Salma umstritten, da sich sein Vermögen auswendig zu Lernen im Laufe der Zeit geschwächt hat. Imam Ahmad und andere stufen die Überlieferung daher als schwach ein. Tirmithi, Ibn Sakan und Abdulhaqq al-Aschbili wiederum stufen sie als authentisch ein.

Eine Gruppe von Gelehrten wiederum vertritt die Meinung, dass es für die Person im Zustand der großen rituellen Unreinheit erlaubt ist, den Quran zu rezitieren. Dies, da es keinen Beweis gibt, der auf das Verbot hindeutet. 

Diese Ansicht wird uns von Ibn Abbas -möge Allah mit ihm zufrieden sein- und von Ibn al-Musaiib überliefert. Ebenso war dies die Aussage von Dawood ath-Thahi und Ibn Hazm. Gleichermaßen ist dies die Meinung der Tharihitischen Rechtsschule und Ibn al-Munthir.

Was das Lobpreisen Allahs(Tasbih) und andere Formen des Gedenkens(Dhikr) betrifft, so hindert nichts daran. Auch nicht der Zustand der großen Unreinheit oder etwas anderes. Dies, egal ob man Allah laut oder leise gedenkt.

At-Tirmithisagte, nachdem er die mehrheitliche Meinung erwähnte, nämlich das Verbot der menstruierenden Frau und der Person im Zustand der großen Unreinheit den Quran zu rezitieren:

„Und es wurde der Person um Zustand der großen Unreinheit und der menstruierenden Frau zugelassen, Tasbih und Tahlil(das Aussprechen von la Ilaha illa Allah) auszusprechen. An-Nawawi übermittelt uns diesbezüglich einen Konses in seinem Werk al-Magmu3 (2/189) und ebenso am Anfang seines Werks al-Athkar.

 

Euer Bruder,

Prof. Dr. Khalid alMuslih


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